Freitag, 15. Februar 2008

Andaman Islands

Nach einer leicht verspaeteten Zugfahrt war ich also vor ein paar Tagen in Calcutta (bitte keine Rechtschreibstreiks - ich lese hier ueberall unterschiedliche Schreibweisen -sagen wir einfach कल्कुत्ता). Die Stadt hat ein unglaubliches Flair - ganz anders als Delhi oder Mumbai. Zum einen gibt es noch viele Haeuser im Kolonialstil, die mittlerweile herrlich verfallen aussehen und zum anderen hat Calcutta noch "Menschliche Pferde" (Rickshaws die von Menschen gezogen werden) und unzaehlige Kulis, also Leute die schwere Lasten auf ihrem Kopf quer durch die Stadt tragen.
Hier einige Eindruecke:
Victoria MemorialBotanischer GartenLeider hatten wir nur 2 Tage, um uns etwas anzusehen, weil wir die meiste Zeit damit beschaeftigt waren, Tickets fuer das Schiff zu bekommen und dann auf das Schiff zu kommen (wir waren 13:45 am Dock und das Schiff hat ca. 23:00 abgelegt).

Nach einer Farht auf einem sehr ordentlichen Schiff (war auch aus Polen importiert) bin ich also auf den Andaman Islands angekommen.
Unser Schiff:
Hier ist es jetzt immer so zwischen 25 und 35 Grad warm und es gibt schoene Straende und jede Menge Zeit zum Nichtstun - jegliche Arbeit erfolgt hier weit unterhalb des Schneckentempos.
Gestern haben wir schon einen ersten Ausflug von Port Blair gemacht - nach Baratang. Eigentlich wollten wird dort das Prayas-Pojekt besuchen aber als wir dann nach 7h angekommen waren, hat sich herausgestellt, dass es absolut gar nichts zu tun gibt. Aber was solls, immerhin haben wir auf der Busfahrt durch das Reservat zwei Eingeborene gesehen - also wirklich die Art von Mensch, die bis auf die Fahrzeuge, die in Konvois durch ihr Gebiet fahren duerfen, keinen Kontakt zum Rest der Welt haben. Sie haben gelaechelt und gewinkt.

In der Wartezeit zwischendrin, sind wir einfach zum naechsten Strand gefahren und haben gedoest.
Jetzt plane ich mit David erst mal ein paar Tage in Port Blair und hier im Prayas-Center zu arbeiten und dann wollen wir nach Little Andaman fahren um dort die Center zu besuchen.

Montag, 4. Februar 2008

Andaman Islands

Reise, Reise - weit gefehlt! Die Arbeit ruft - und zwar mich ein ganzes Stueckchen von Delhi weg! Auch diesmal werde ich mit einem anderen deutschen Volunteer fahren - mit David. Da Prayas nicht nur in Delhi Center hat, sondern u.a. auch auf den Andaman and Nicobar Islands, bietet es sich einfach an, seinen Arbeitspaltz mal zu verlegen.Mittwoch in aller Frueh planen wir in einen Zug nach Kolkata zu steigen und von dort per Schiff nach Port Blair auf den Andaman Islands zu fahren. Das ganze werden vermutlich um die 2600 KM Luftlinie werden. Vor allem auf das Schiff bin ich SEHR gespannt. Um ehrlich zu, sein hoffe ich, dass uns das Schiff nicht unter den Fueszen wegrostet; ich habe schon einiges Schlechtes darueber gehoert. Dafuer wird die Insel aber vermutlich gut entschaedigen - ich erwarte tropische Temperaturen, Straende, Palmen und ein paar Krokodile.

In Kolkata werden wir vermutlich auch etwas Zeit haben, uns etwas umzuschauen - worauf ich mich auch schon freue.

Wie lange das ganze dauern wird, kann ich nicht so genau sagen - ich weis nur, dass man nicht mehr als 30 Tage auf den Inseln bleiben darf. Aber wie lange das Schiff braucht, wann es kommt und wann wir wieder einen Platz in einem Zug zurueck nach Delhi bekommen (jetzt hatten wir einen Monat vorher gebucht und waren trotzdem auf der Warteliste).

Aber nur ruhig Blut - ein paar Tage mehr oder weniger - was ist das schon. Warum sich selbst Stress machen, wenn man es auch einfach lassen kann?!

PS: fuer weitere Fragen, Sorgen und Noete konsultiere man Psaml 23 ;-)

Freitag, 11. Januar 2008

Weihnachten im Land aus 1001 Nacht

Recht spaet, aber hier kommt er - ein Eindruck von der Reise, die ich mit meiner Familie ueber die Weihnachtsferien machen durfte ... .

Wir sind in Rajastan herumgereist und haben nacheinander folgende Orte besucht: Delhi, Agra, Fatehpur Sikri, Jaipur, Pushkar, Jodpur, Udaipur (siehe KARTE).
Das ganze war eine fertig gebuchte Tour - wir brauchten uns also um nichts zu kuemmern und wurden von A nach B mit einem kleinen Bus gefahren.
Nahrungstechnisch muss man sagen gab es fast keine Probleme - mir ist von dem Hotelessen etwas schlecht geworden (vor allem das viele Fleisch ist mein Magen einfach nicht mehr gewoehnt) und Constanze vom Straszenessen etwas schlecht geworden (meine Eltern haben sich dessen einfach komplett enthalten - ihr gutes Recht - jeder soll selbst ueber seine Risikofreude entscheiden ...). Und das Wetter war einfach perfekt - immer so 20 Grad.
Alles in allem war das auch fuer mich noch mal ein anderes Indien als ich es bis jetzt kenne - touristisch, etwas vom Alltag entfernt, geplant, etwas traeumerisch (vor allem die vielen schonen Palaeste) - wie man sich das so vorstellt, wenn man die alten Filme sieht.

Hier gibts noch was "zum sehen":
Humayuns Tomb
Qutab Minar

ISO-zertifizierte MuelleimerGrosze Grabmaeler
Darunter auch das absolute Touri-Muss und fast Wahrzeichen Indiens im Westen
das TAJ MAHALDann gab es da noch KameleElefantenUnd die liebenswerten StreifenhoernchenDann gab es verschiedene FuehrerRickshawsGeschaefte fuer TouristenUnd natuerlich die Palaeste und Aussichten aus 1001 Nacht









PS: Letzeres ist uebrigens das Schloss, in dem Octopussi im gleichnahmigen James-Bond Film lebt
PPS: Da ist jetzt sogar ein Bild mit mir dabei - um dieser Forderung mal nachzukommen!!!

Sonntag, 30. Dezember 2007

Weihnachtszeit

Auch wenn es schon etwas spaet ist - ich wuensche euch allen froehliche und besinnliche Feiertage und ein frohes neues Jahr!

Ich persoenlich hatte nach meinem Urlaub erst mal richtig Stress - fast jeden Tag total volles Programm (organisieren fuer Weihnachten, neue Ideen aus dem Urlaub anfangen, ...).
Dann habe ich am 23.12. netten Besuch von meiner Familie bekommen und seit dem ist das Programm natuerlich auch nicht gerade entspannter geworden (man muss die Zeit ja auch nutzen).
Weihnachten wird in Indien nicht so exzessiv gefeiert - fuer Hindus hat das ja auch keine besondere Bedeutung - "da ist halt frei ...".
Das heiszt man sieht eigentlich kaum Schmuck und es gibt nur in wenigen Geschaeften ein bisschen Weihnachtskram zu kaufen. Gluecklicherweise gab es auf dem Gelaende der deutschen Schule einen "German Christmas Market", wo man auch sowas wie Spekulatius kaufen konnte (das hatte eine Lufthansa Stewardess aus Dtl. mitgebracht). Fuer die Christen in Delhi ist das Fest natuerlich ebenso wichtig wie fuer uns Deutsche, nur am 25. statt am 24. gefeiert wird. Der Gottesdienst war auch richtig schoen - was ich nicht verstanden habe ist, warum das Krippenspiel im Gottesdienst den Sonntag in der Woche vorher war.
Im Center konnten wir keine groesze Feier machen, weil die Mutter des Vermieters eine Etage darueber zwei Tage vorher gestorben war.

Jetzt bin ich gerade in Jodhpur am Bazar in einem Internetcafe und die Inder um mich herum spielen mit ihren Handies und schauen ganz neugierig, was ich denn da so mache. Gluecklicherweie koennen die allen kein Wort Deutsch ;-)


Was Silvester wird weis ich noch nicht. Aber ich werde mich auf jeden Fall von den Silvesterknallern fern halten. An Diwali hatte ich genau einen in der Hand und der ist mit direkt in der selbigen explodiert, als ich nur in die Naehe des Feuers gekommen bin. Gluecklicherweise ist nichts passiert.

Viele Gruesze aus Jodhpur in Rajastan!

Montag, 10. Dezember 2007

Wissenschaftliche Sensation - Lonly Planet India faengt Maus

Neueste wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass die englische Ausgabe des Reisefuehrers von Lonly Planet fuer Indien in der Lage ist, Maeuse zu fangen. Trotz der verblueffend einfachen Versuchsanordnung ist es einem Forscherteam in New Delhi gelungen, mit 100% Erflogsquote und in kuerzester Zeit genau eine Maus pro Lonly Planet zu fangen. Die verblueffende Erfolgsrate legt nahe, dass es sich um eines der fundamentalen Gesetze der Natur handelt. Fraglich bleibt jedoch, ob dies auch mit der deutschen Ausgabe moeglich ist. Dies bezueglich gibt es bereits zahlreiche Spekulationen, es liegen aber noch keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Trotz der leicht im freien Handel erhaeltlichen Baubestandteile (1 Obstkorb, Schnur, 1 Bleistift, 1 Schublade, 1 Lonly Planet und etwas altes Brot) wird von der Nachahmung abgeraten, da "die Materie noch nicht vollstaendig erforscht sei" - heiszt es von offizieller Stelle. Zuverlaessige Informanten unserer Redaktion vermuten aber, dass die verantwortlichen Personen nur den Brotpreis niedrig halten wollen. Auszerdem ist es ihnen gelungen, einige Bilder aus den Labors zu entwenden:

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Reise, Reise - Ajanta


Die letzte Station unserer Reise ist erreicht - die Hoehlen von Ajanta. Im Gegensatz zu den meisten Hindu-Tempel sind diese Hoehlen sehr alt (einige sind vor Christi-Geburt erbaut) und von Buddisten erbaut. Das Innere ist mit Malereien und Skulpturen geschmueckt und die Umgebung ist ein herrliches Naturgebiet.
Morgen kommen wir dann wieder in Delhi an und sind beide froh, wieder ein etwas geregelteres Leben zu fuehren - Reisen ist toll, aber man braucht auch den Alltag.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Reise, Reise - Mumbai

Mumbai - DIE Metropole Indiens, vermutlich das groesze Wirtschaftszentrum in Indien, aber auch die Stadt mit den groeszten Slums der Welt.
Der Stadtteil unserer Unterkunft (Colaba) sieht eigentlich gar nicht wie Indien aus! Vielmehr fuehle ich mich stark an London erinnert. Es gibt Doppeldeckerbusse, rote Briefkaesten (OK - die gibt es in ganz Indien ...) und coole Taxies. Auf den Bildern ist unser gestriger Ausflug zu sehen - zu Elephanta Island - eine vorgelagerten Insel, auf der es alte Hoehlen gibt.
Skyline of Mumbai:
Das Taj Mahal Hotel - nicht ganz unsere Preisklasse:
Das Gateway auf India:
Die Hoehlen von Elephanta: